Tarentola mauritanica

Diese, bis etwa 16 cm lang werdende Art kommt in Südeuropa und Teilen Nordafrikas vor.
Von dieser Art gelangen häufig Wildfänge aus Nordafrika in den "Zoofachhandel", bei diesen Tieren handelt es sich dann meist um die Unterart Tarentola mauritanica fascicularis. Oft findet man sie unter Fantasienamen oder völlig falschen Bezeichnungen wie Cyrtopodion scabrum und unter dem Deutschen Namen Krokodilgecko, von dem sie aber anhand den Cyrtopodion scabrum fehlenden Haftlamellen und dem anderen Körperbau, leicht zu unterscheiden sind. Häufig wir er auch als ( kleiner ) Ägyptischer Mauergecko angeboten.
Wenn möglich, sollte man auf Nachzuchten ausweichen, wobei es bei dieser Art schwer ist an solche heranzukommen, da sie recht selten nachgezogen werden.
Tarentola mauritanica fascicularis aus Ägypten
Haltung:
Die Tiere können in Terrarien ab etwa 60*30*60cm für ein Einzeltier gehalten werden, wobei die Breite bei einer großen, gut strukturierten Rückwand (viele Verstecke, Spalten, Vorsprünge) nicht so sehr von Bedeutung ist.
Wenn nicht ausreichend Rückwand vorhanden ist, sollte man zumindest sonstige Klettermöglichkeiten wie Äste, Dachziegel, gesicherte Steinhaufen,... anbieten. Für diese Tiere bietet sich auch ein "Wandterrarium" (--> siehe unten Bericht, "Mauergeckoterrarium") an.
Der Bodengrund sollte aus einer Schicht Sand bestehen.
Als Beleuchtung reicht ein Spotstrahler, der in Nähe eines Verstecks strahlen sollte.
Die Temperatur im direkten Licht sollte etwa Temperaturen von 35-40°C erreichen.
Im restlichen Terrarium reicht eine Grundtemperatur von etwa 20-30°C (Temperaturgefälle), wobei es auch ein kühleres Eck haben darf, da die Tiere recht anpassungsfähig sind. Nachts lässt man im Sommer die Temperatur auf etwa 18-22°C abfallen, wobei es gut ist, wenn sich Steine, Ton, Putz oder ähnliches zuvor am Strahler aufwärmen können und so noch etwas warm sind.
Winterruhe:
Im Winter lässt man die Temperaturen eine Zeit lang auf etwa 15°C Nachts und 20°C Tagsüber (auch hier Werte nicht zu genau nehmen, einfach selbst mal auf einer Klimakarte des Herkunfstgebiets nach den Grundtemperaturen schauen. Evtl. lässt man hin und wieder im Winter einen schwachen Spot an, da es auch im Herkunftsgebiet oft mal wärmere Tage hat. Im Frühjahr und Herbst sollte man eine Zwischenstufe der Temperaturen finden, langsam länger (Frühjahr) und kürzer werdende (Herbst) Beleuchtungszeiten tragen auch zum Natürlichen Jahresrythmus bei.
Futter:
Gefüttert werden können die Mauergeckos mit fast allem, was die passende Größe hat, man sollte aufpassen, dass die Tiere nicht zu fett werden, da sie doch sehr verfressen sind. Die Futtertiere (Grillen, Falter, Fliegen, im Sommer Grashüpfer und seltener auch mal Mehlwürmer und Wachsmaden) müssen natürlich hin und wieder mit entsprechenden Mineralien/Vitaminen für Reptilien eingestäubt werden. Zusätzlich bietet man ständig kleine Sepiastückchen, die man "Mundgerecht" zurechtschneidet im Terrarium an. Ein kleines Wasserschälchen sollte neben dem abendlichen oder morgendlichen Sprühen auch nicht fehlen.
Mauergeckoterrarium:
Ich halte meine Mauergeckos in einem Wandterrarium mit den Maßen 90*30*120cm, welches hier beschrieben wird:
Es ist ein Selbstbau aus OSB-Platten, und eigentlich relativ ähnlich wie Ingo Kober es in der Reptilia über "Terrarienbau" beschreibt.
Die Rückwand wurde zuerst grob aus Styordur und Styropor vorgeformt, danach wurden zwei große Dosen Bauschaum verblasen,...
Grobe Formgebung mit Styropor und die ersten eingeklebten Verstecke...
Anschließend wurde das ganze zuerst einmal mit einer Schicht Zement (hatte erstmal nicht genug Fließenkleber da, desshalb hatte ich dann auch einige Risse in der Endschicht, die ich mit Silikon und Sand ausgebessert habe) überzogen, um die gröbsten unnatürlichen Kanten auszubessern.
Nach einem Tag Trocknungszeit, wurde eine Schicht aus Fießenkleber, Abtönfarben (Kupferrot u. Sandgelb), etwas Kleister und ein paar Hand voll Sand (direkt in die Mischung gegeben), aufgetragen, das ganze sah dann so aus:
Noch in der Trocknungsphase...
Die Oberfläche aus der Nähe betrachtet, sie wird von den Geckos zum Glück gut angenommen. Wichtig ist, nicht zuviel Sand darauf zu streuen, sonst wird die Wand nicht wirklich angenommen und die Geckos halten sich fast nur an den Steinen/Seitenwänden im Terrarium auf, da der Sand dann abbröselt (konnte ich im ersten Quarantäne-terrarium beobachten)
Fertiges Terrarium

Das Terrarium wird momentan mit einem 75W Halogenspot und einem 40W Spot beheizt und beleuchtet, am Boden befindet sich ein Haufen aus Sandsteinen, bepflanzt ist es mit einer kleinen Palme aus dem Mediterranen Bereich und einer Brombeere, die einmal einen Teil der Wand überwuchern soll.
Am Boden befindet sich eine tiefere Sandschicht zur Eiablage.